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Rechte bei Problemen mit DSL-Anschluss

Bei Problemen mit dem DSL-Anschluss hat man als DSL-Kunde gewisse Rechte. Diese sollte man nutzen, um nicht für einen Vertrag mehr zu bezahlen, als vom DSL-Anbieter geliefert wird.

1. Der Anschluss ist langsamer als es im Vertrag steht

Es gibt immer ein Sonderkündigungsrecht im Vertrag allerdings nur wenn ein Mindest-Tempo garantiert wurde. Fairerweise sollte man dem DSL Anbieter schon eine Chance von 2-3 Wochen geben das Problem zu beheben. Sollte dies nicht funktionieren kann man die Kündigung abschicken. Sollte es leider keine Garantie im Vertrag geben gibt es wenig Chancen die Geschwindigkeit zu bemängeln.

Es gibt allerdings auch Ausnahmen zum Beispiel die Staffelungen der Geschwindigkeiten bei den Providern. Die Verbraucherzentrale war der Meinung, dass wenn in ein Provider folgende Geschwindigkeiten anbietet: bis 1000 Kilobit, bis 2000 Kilobit, bis 6000 Kilobit und bis 16.000 Kilobit das zum Beispiel bei einer Geschwindigkeit von 16.000 Kilobit die niedrigste Geschwindigkeit noch deutlich über 6000 liegen muss. Bei 6000 Kilobits deutlich über 2000 usw.

2. Keine Verbesserung nach Tarifwechsel

Sollte Ihnen ein neuer Tarif mit höherer Geschwindigkeit vorgeschlagen werden (was auch bedeutet mehr Kosten) und der Leistungsschub nicht eintritt weil es auf Grund der Technik bei Ihnen am Wohnort gar nicht möglich ist eine schnellere Geschwindigkeit zu wählen kann man auch hier eine Fristzur Nachbesserung schicken. ollten auch dann keine Verbesserungen festzustellen sein sollte erst dann die fristlose Kündigung geschickt werden.

3. Aufträge die man gar nicht bestellt hat

Manche Provider beauftragen auch Callcenter die bei Ihnen zu Hause anrufen und viele Versprechungen machen eventuell vielleicht auch falsche. Ein paar Tage später kommt dann eine Auftragsbestätigung bei Ihnen zu Hause an obwohl man gar nicht zugestimmt hat zu wechseln. Was man dann machen sollte ist den Vertrag zu widerrufen (obwohl ja nie ein Vertrag zustande kam) und den jetzigen Anbieter darüber zu informieren das Sie gar nicht wechseln wollen.

4. Lange Warten auf den DSL Anschluss

Der Telekom gehören so gut wie alle Anschlussleitungen in den Haushalten also ist man bei jedem Anbieterwechsel oder Neuanschluss auf die Telekom angewiesen. Falls es allerdings zu Störungen oder Verzögerungen kommt geben sich Telekom und der Neuanbieter gegenseitig die Schuld. Ansprechpartner ist aber immer der Neuanbieter.

Sollte es nach Verzögerungen, festen Anschlussterminen oder sogar am Techniker von der Telekom liegen das ihr DSL Anschluss noch nicht steht sollte man auch hier einen neuen Anbieter anschreiben und eine angemäße Frist setzen. Falls dies auch nicht funktioniert kann man von seinem Vertrag zurücktreten.

5. Kündigung wird nicht angenommen

Falls auch Sie per Mail, Fax oder Anruf gekündigt haben und die Schriftstücke nie angekommen sind bzw. das Telefonat nicht nachgewiesen werden kann, sollte man immer mit Einschreiben und Rückschein Kündigen. Dies kostet zwar etwas mehr aber man kann sich sicher sein, dass der Brief angekommen ist. Kündigungsdatum sollte immer der nächstmögliche Zeitpunkt sein.

Man sollte trotzdemnachgucken wann der Vertrag endet um rechtzeitig einen neuen Provider beauftragen zu können. Der Verbraucherschutz sagt das bei Umzügen nur dann ein Sonderkündigungsrecht besteht wenn im neuen Wohnort kein DSL vom Anbieter verfügbar ist.

Hinweis:

  • Dies ist keine rechtliche Beratung. Kontaktieren Sie gegebenenfalls einen Rechtsanwalt für eine Beratung.

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