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Handyvertrag Ratgeber: Hierauf sollten Sie bei der Auswahl achten

So ein Handyvertrag ist schnell abgeschlossen. Die Überraschungen kommen dann aber oft mit den ersten Rechnungen. Es tauchen Positionen auf, die man als Kunde nicht im Blick hatte. Zumindest, wenn man das Kleingedruckte vor Abschluss des Vertrags nicht gelesen hat. Wir räumen auf und zeigen in unserem Handyvertrag Ratgeber worauf Sie als Kunde bei der Auswahl achten sollten.

Welcher Handyvertrag?

Welcher Handyvertrag? In unserem Ratgeber zeigen wir worauf Sie achten müssen

Wer sich auf Handyportalen umschaut, wird schnell verschiedene Vertragsmöglichkeiten finden. Die Webseite zeigt bereits auf der Startseite Angebote von Vodafone, Base, Easybell, Telekom oder eher unbekannten Anbietern wie einfachmobil.de an. Für Kunden ist es nicht leicht sich den für sich besten Handyvertrag auszusuchen. Wir versuchen aufzuräumen und geben Ihnen daher einige Tipps zur Auswahl eines Handyvertrags.

Kosten für Gespräche und SMS

Die wahrscheinlich wichtigsten Kosten sind die für Gespräche. Angegeben werden sie von den Anbietern in Cent pro Minute, wenn es keine Flatrate ist. Je nach Anbieter und Netz variieren die Kosten für Telefonie. Es lohnt sich einen Tarifvergleich zu machen. Aber Vorsicht: Nicht immer ist günstiger auch besser. Folgende Nachteile müssen Sie häufig bei niedrigeren Gesprächskosten in Kauf nehmen:

  • Kein subventioniertes Handy
  • monatlicher Mindestumsatz
  • höhere Grundgebühr
  • ohne Inklusiv-Minuten
  • 60/60 Taktung statt 60/1 oder 60/10
  • Weniger Service (z.B. keine Papierrechnung, teure Hotline, fehlender Einzelverbindungsnachweis)

Wenn Sie damit leben können, dann wählen Sie den Tarif mit den günstigsten Gesprächskosten. SMS sind in Zeiten von Whatsapp und Facebook zwar nicht mehr der Hit, dennoch können gerade für ältere Menschen die SMS-Kosten wichtig sein. Einige Anbieter bieten eine Anzahl von Frei-SMS (z.B. 100 Stück pro Monat). Wenn Sie viel simsen, wählen Sie einen solchen Handyvertrag.

Die Grundgebühr beim Handyvertrag

Jeder Mobilfunkanbieter rechnet bei Handyverträgen eine monatliche Grundgebühr ab. Eine hohe Grundgebühr muss nicht zwangsläufig schlecht sein. Schauen Sie daher immer, welche Leistungen damit verbunden sind. In der Regel bedeutet eine höhere Grundgebühr für Sie gleichzeitig folgendes:

  • Mehr Frei-Minuten
  • Mehr Frei-SMS
  • Günstigere Handys/Smartphones
  • Günstigere Minutenpreise für Telefonate oder/und SMS

Handyvertrag mit oder ohne Handy?

Grundsätzlich können Sie einen Handyvertrag mit oder ohne Handy wählen. Falls Sie ein Handy haben möchten, wird sich die monatliche Grundgebühr erhöhen. Dafür erhalten Sie ein Handy für eine deutlich niedrigere Grundgebühr oder sogar kostenlos. Bei hochwertigen Smartphones macht oft ein Handyvertrag Sinn, weil Sie so monatlich 10 Euro extra zahlen und dafür das Smartphone „gratis“ erhalten.

Taktung: Wichtig für Abrechnung bei Telefonaten

Für die Berechnung der Gesprächskosten ist es wichtig die Taktung zu kennen. Danach rechnen Mobilfunkanbieter nämlich ab. Es gibt folgende Möglichkeiten:

Taktung
Abrechnung
60/1 Tipp! Hier rechnet der Anbieter jede angefangene Minute und anschließend sekundengenau ab.
60/60 Hier rechnet der Anbieter jede angefangene Minute voll ab.
60/30 Hier wird jede angefangene Minute und anschließend jede angefangene halbe Minute abgerechnet.
60/10 Hier rechnet der Anbieter jede angefangene Minute voll und anschließend jede angefangene 10 Sekunden ab.
1/1 Bei dieser Taktung wird sekundengenau abgerechnet.

Gängig sind 60/60 und 60/1. Von Vorteil für Sie als Kunden ist natürlich die sekundengenaue Abrechnung, weil Sie so genau das bezahlen, was Sie vertelefonieren und nicht z.B. den Rest der Minute. Einige Tarifanbieter bieten eine sekundengenaue Taktung als Tarifoption zum Hinzubuchen an. Vielleicht rechnet sich das für Sie.

SIM-Karte: MicroSIM, NanoSIM oder Standard-SIM?

Prepaid SIM-Karten

Prepaid SIM-Karten

Bei der Auswahl des Vertrags sollten Sie wissen in welchem Smartphone oder Handy Ihre SIM-Karte eingesetzt wird. Davon hängt ab, welche SIM-Karte Sie wählen. Im iPhone 5S muss z.B. eine NanoSIM eingesetzt werden, während es beim LG G2 eine MicroSIM ist.

Welches Netz soll es sein?

Viele Anbieter werben mit dem D-Netz und dessen Qualität. Tatsächlich schneiden D1 (Telekom) und D2 (Vodafone) in den Tests verschiedene Telekommunikationsmagazine am besten ab. Wenn Sie einen Handyvertrag wählen, sollten Sie auch das Netz mit Bedacht auswählen. Billig-Anbieter haben mit den großen Mobilfunkanbietern Kooperationen, um deren Netze zu nutzen. Informieren Sie sich vorab, welches Netz das ist. Der günstigste Handyvertrag bringt Ihnen nichts, wenn Sie keinen oder schlechten Empfang haben – daher unser Tipp: Lieber 5 Euro pro Monat mehr ausgeben und ein besseres Netz erhalten!

Mobilfunknetze in Deutschland

Mobilfunknetze in Deutschland

Inklusivminuten oder Flatrate?

Tarife mit Inklusivminuten sind beliebt. Sie erhalten jeden Monat z.B. 100 Frei-Minuten, die sie ohne weitere Kosten vertelefonieren können. Bei Überschreiten der Grenze zahlen Sie je nach Tarif dann Minutenpreise. Faustregel: Je mehr Inklusivminuten Sie wählen, desto höher fällt die Grundgebühr aus. Eine Handy-Flatrate macht Sinn, wenn Sie viel telefonieren. Für die meisten Nutzer lohnt sich die Handy-Flatrate allerdings nicht. Dennoch wählen viele Handynutzer einen solchen Handyvertrag, weil sie das gute Gewissen haben so viel zu telefonieren, wie sie möchten.

Unser Tipp: Schauen Sie sich die Einzelverbindungsnachweise Ihrer letzten 3 Monate an und rechnen Sie durch wie teuer ein Tarif für Sie mit Inklusivminuten wäre. Dann entscheiden Sie individuell für oder gegen eine Handy Flatrate.

Rufnummernmitnahme

Sie bekommen auch regelmäßig eine SMS/Nachricht von Bekannten oder Freunden, die ihre Rufnummer wechseln? Das ist nervig. Ersparen Sie Ihren Kontakten das und nehmen Sie die Rufnummer mit. Das geht sogar bei Prepaid-Tarifen! Unterm Strich ist die Rufnummernmitnahme auch kostenlos. Sie zahlen beim alten Anbieter für die Rufnummernmitnahme zwar (meistens 25 Euro) einige Euro. Die erhalten Sie als Startguthaben bei Rufnummernmitnahme aber beim neuen Anbieter oft.

Unsere Meinung: Es gibt keinen Grund seine Nummer zu wechseln, wenn man mit ihr zufrieden ist. Also immer an die Rufnummernmitnahme denken!

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